Was tun mit dem vielen Herbstlaub? Hier ein paar Tipps und Anregungen

1. Zum Basteln:

In so schönen bunten Farben leuchten Blätter nur jetzt im Herbst. So einfach geht´s: bunte Blätter sammeln und zwischen Zeitung oder Küchenpapier in einem dicken Buch für einige Tage trocknen. Die so gepressten Blätter behalten ihre schöne Farbe und können entweder direkt als Deko ausgelegt oder zum Basteln verwendet werden, z.B. in eine DIN A4 Folie einlaminieren und als Lampenschirm verwenden.

 

2.  Zum Spielen:

Harke das Laub auf Deinem Rasen zu einem großen Haufen zusammen und dann heißt es: reinspringen, hochwerfen, rascheln, drin versinken, lachen - den Herbst genießen. Das macht nicht nur Kindern Spaß, auch als Erwachsener darf man für kurze Zeit wieder zum Kind werden und einfach die Natur erleben, sie fühlen, riechen und lauschen. Sich Zeit dafür nehmen - es lohnt sich!

 

3. Liegen lassen:

Wen es nicht stört, kann das Laub an einigen Stellen im Garten als dünne Schicht liegen lassen, zum Beispiel im Beet. Unter dem Laub finden Vögel noch Insekten und Regenwürmer. Kleine Laubhaufen an einer geschützten Stelle im Garten bieten Igeln ein Winterquartier. Vom Rasen sollte man es allerdings entfernen, da dieser durch den Lichtmangel sonst unter der Laubschicht gelb wird.

 

 

4. Als Mulchmaterial verwenden:

Das gut getrocknete Laub kann unter Obstbäumen, Sträuchern oder Hecken verteilt werden. Die Abdeckung schützt vor Unkrautbewuchs und die noch enthaltenden Nährstoffe aus dem Laub stehen nach und nach den Pflanzen zur Verfügung. Sehr grobes Laub (z.B. von Eichen oder Kastanien) sollte vorher gehäckselt werden.

 

 

5. Im Kompost:

Um im nächsten Jahr eine gute Komposterde zu erhalten, sollte das nährstoffarme Herbstlaub mit nährstoffreichen Gartenabfällen wie Rasenschnitt oder Grünschnitt gemischt werden. Ein einfacher Tipp, der aber leider nicht immer leicht umzusetzen ist. Schließlich fällt der meiste Rasenschnitt im Sommer an und das Herbstlaub - wie der Name schon sagt - erst im Herbst, wo der Rasen kaum noch gemäht werden muss. Was also tun? Im Idealfall kannst man das Herbstlaub in luftigen Jutesäcken oder Kisten den Winter über trocken lagern. So verschimmelt das Laub nicht und kann im Frühjahr mit dem ersten Rasenschnitt vermischt werden. Grobes Laub (z.B. von Eichen oder Kastanien) sollte auch hierzu vorher gehäckselt werden. Ein Kompostier-Beschleuniger aus dem Gartenmarkt hilft dann, aus Rasen und Laub schnell tolle Komposterde zu machen.

Bei größeren Mengen Laub ist es eher sinnvoll, in jedem Herbst einen neuen „Haufen“ aufzumachen, der außer Laub auch noch klein gehäckseltes Ast- und Strauchwerk enthält. So wird für ausreichend Durchlüftung gesorgt und die verrottenden Blätter kleben nicht in dicken Klumpen zusammen.

Auch die Baumart spielt bei der Laubkompostierung eine große Rolle. Am besten sollte schnell verrottendes Laub, wie das von Obst- und Blütengehölzen, nicht zusammen mit langsam verrottendem Laub, wie Eichen- und Platanenlaub, kompostiert werden, um später eine homogene Erde zu erhalten. In der Praxis ist eine klare Trennung aber oftmals nicht möglich. Dann sollte man dem Kompost einfach mehr Zeit gönnen, bevor man ihn als Erde verwenden kann.

 

 Einen richtig guten Kompost herzustellen, kann schon fast eine richtige Wissenschaft sein und viele Faktoren müssen beachtet werden. Auf alle Feinheiten wollen wir an dieser Stelle gar nicht eingehen. Schreiben Sie uns einfach, wenn Sie weitere Fragen zum Kompostieren haben!

 

6. Als Winterschutz für frostempfindliche Pflanzen:

'Kübelpflanzen schützen' immer nur mit Jutesäcken und Fliesabdeckungen? Auch Laub ist ein hervorragendes Isoliermaterial. Kübelpflanzen mit Vlies locker umwickeln und dann die Hohlräume innen mit dem Laub ausstopfen. Das gibt einen zusätzlichen Frostschutz. Auch eingezogene Stauden oder Gräser können gut mit einem Laubhaufen bedeckt und so geschützt werden. Am besten bedeckt man die Laubhaufen noch mit Zweigen, damit sie nicht mit dem nächsten Sturm davonwehen.

 

7. Weg damit:

Wenn die Laubmengen zu groß werden oder man keinen Platz für einen Komposthaufen im Garten hat, kann man das Laub natürlich auch entsorgen. Die Biotonne ist dann erfahrungsgemäß schnell voll,  viele Städten und Gemeinden stellen aber spezielle Behälter für Laub auf, oder man kann Müllsäcke für Grünschnitt erwerben, die dann zu festgelegten Terminen abgeholt werden. Laub und Grünschnitt kann man auch direkt zu einem Recyclinghof oder Wertstoffhof in der Nähe bringen. Die Abgabe ist kostenlos.

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